Montag, Dezember 19, 2005

high up to the clouds

Wie beschreib man einen atemberaubenden Ausblick? Lassen wir einfach Bilder sprechen. Ja das ist er, mein erster 3.000 Meter Riese. Für mich als jemand der auf NULL Höhenmetern lebt ist das schon was janz wat GROßES. "Das geht schon! Kleinigkeit! Schaffen wir schon! Da laufe ich locker hoch und wieder runter! Spaziergang, ...", das waren meine Worte. Misses J. sah das ganz anders, was sich als die richtige Sichtweise herausstellte. Der Anfang war leicht gemacht und wir hatten noch das breite Lachen von Reinhold Messner in unseren Gesichtern. Mit der Zeit wurde das Lächeln immer verkrampfter, da meine Gesichtzüge schnell zu Erfrierungen neigen und ich dann ausschaue wie ein rasierter Yeti um sein Geschlechtsorgan. Schaut doch sehr verkrampft aus. "Aber gegen die Kälte sind wir gut gerüstet", dachte ich. Zwei Jacken für die Dame, eine für den Herren. Zwei Pullover für sie, einen für mich. "Der Berg wird mich schon warm werden lassen und schließlich sind wir auf den Canaren und so kalt kann darf es nicht werden." Der Teide ist unser!. Golden begrüßte er uns.Der Startschuss war gefallen. Leider wurden die Wege immer länger und die gefühlte Zuversicht bald oben zu sein spürte ich neben mir keuchen. Tja, wir hatten unsere Rechnung ohne den steilen Anstieg nach der nächsten Kurve gemacht. Anfänglich noch voller Kraft und die ganzen tollen bergsteigberüsteten Menschen hinter uns lassend, waren die Kräfte fix weg. Misses J. wollte zwischen sechs und neun mal umdrehen. Ich zwar auch, aber warum soll ich sie in ihrer Meinung bestärken? Schließlich wollte ich da rauf. Als ich auf sie wartete und den tollen Ausblick genießen durfte, setzten sich zwei Engländer zu mir. Ich total eingemummelt und immer noch vor Kälte fröstelnd und die beiden mit Sommernachtsabendkleidung. Der Typ sah zwar wirklich aus wie ein Yeti und seine Frau wie Miss Marple, aber ob sie deshalb die Temperaturen von 10 Grad unter Null (gefühlt lagen die Temperaturen bei 15 Grad unter Null) wegzaubern oder weg"yetie'en" konnten, blieb mir unklar. Sie waren guter Dinge und lachten laut und englisch über ihre Vergesslichkeit. "Wer geht schon so wie wir auf 3.500 Meter", sagte der Typ mindestens zehn Mal in fünf Minuten.

Weitere Fotos konnte ich nur noch mit der analogen Kamera machen, da das feine Bedienen meiner Handykamera nicht mehr möglich war. Die Eisklötze an den Fingern, ...

1 Comments:

At 2:49 nachm., Anonymous mcwinkel said...

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