Dienstag, November 22, 2005

Zucker für die Seele

Die leichte Mittagskost liegt unten links schwer im Magen. Eigentlich habe ich mir die jetzige Situation ganz anders vorgestellt. Nach einem Liter Kaffee und zu vielen Stücken Zucker in diesem, sollte die Schaffenskraft ihr Maximum anstreben.
Weit gefehlt du Hiwi eines Ernährungsprofis!
Die erste Welle der feindlichen Angriffe überrollte mich beim jagen und sammeln. Rechts und links des Weges warteten die Feinde, bereit zum Angriff. Ich spürte sie und konnte ihnen dann einfach nicht widerstehen. Ja ich nehme den Kuchen und geben sie mir noch einen Punschgipfel auf die Hand, zum sofort - sie wissen schon! Draußen ist ja so kalt und da will man von innen wenigstens was warmes spüren, auch wenn es nur Zuckerverbrennungswärme ist. "Ja aber Sie können sich das auch leisten, Mr. T", sagte die Verkäuferin zu mir. Spätenstens jetzt hätte ich feststellen müssen, hier stimmt was nicht. Woher weis die Schnäpfe einer Verkäuferin das ich mir den Gipfel leisten kann und dazu noch meinen Namen? "Heute haben wir auch noch die zuckersüßen Fettschnecken im Angebot, die sind gegen die schlanke Linie und Sie Mr. T, ja Sie können sich das doch heute auch noch ...!", betonte Sie zum Zweiten. Ich in meinem jugendlichen Leichtsinn sagte ja, lege die Kohle auf den Tisch und dampfte mit gutem Gewissen etwas gekauft zu haben Richtung Ruheraum.
Der Feind schläft mit?
Rein ins Büro und schön die Beute vor einem ausbreiten. Ich fühlte mich wie ein Jäger, der stolz seine Beute den anderen Jägern präsentiert! "Bäh ich hab den Längsten ihr Schluffen Größten geschossen ihr Jägerchen.", raunte der auf der Linken Schulter.
Der Blick auf die Uhr kürzte diesen Ausflug ab. Aufessen und dann musst du doch einen Kollegen auf einer äußerst wichtigen Sitzung vertreten. Geht um Sicherheit - bestimmt die Innere Sicherheit! Also alles rein in den kleinen schmächtigen Körper und zur Freude des Epitels im Magen und Darm noch ein bis acht Tassen Kaffee drauf. Nach den ganzen Schlemmereien muss man sich ja wach halten. Runter zur Sitzung für Sicherheit. Spätestens jetzt sollte ich aufhören. Es war langweilig und öde und einschläffff..... gähn! "Müssen die Azubis eine Schutzbrille im Labor tragen? Was passiert, wenn sie es nicht tun? Kann ich haftbar gemacht werden? Wir müssen Schlösser hier und da austauschen!", so klang es durch die leeren Räume meines Kopfes. Zum Glück hatte ich mir den Magen so voll geschlagen, dass ich im Zuckerrausch nicht nur weg war, sondern in eine Art Delirium gebeten wurde.

Und jetzt, wo ich noch etwas arbeiten müsste, da will der Zustand nicht aufhören! Ich geh mal schauen ob es noch Kaffee gibt, vielleicht bekomme ich im Koffein-Schock mehr auf die Reihe!