Montag, Oktober 31, 2005

... und der letzte sonnige Tag am Meer

Herbsttage dieses Ausmaßes findet man zu selten. Die Sonne erwärmt alles an dir. Wenn sie weg ist, dann ziehen die kalten Vorboten des Winters über das Land. Am Tag fliegst du noch im Sommer und am Abend bist du in der Glühweinzeit gefangen. Was für eine Jahreszeit.

Die sollte man nutzen und die Wochenenden, solange man diese frei hat und an der Küste wohnt, nutzen, um an den Strand zu fahren. Da mir kein Weg zu weit ist, habe ich mein Untersatz in Brasilien geparkt und bin in Kalifornien spazieren gegangen.Ruhig war die See.Wenn man mit Frauen (wie meiner) am Strand unterwegs ist, dann muss man sich der Sammelleidenschaft hingeben.Strandgut gibt es jede Menge zu finden. An schlechten guten Tagen muss man Steine schleppen. Zum Glück habe ich mit Absicht ausversehen die Tragehilfe im Auto vergessen. Zu spät für eine Umkehr!Der Strand war übervoll mit Erholungssüchtigen. Mutige gingen in der Ostsee schwimmen, andere schlenderten mit nackten Füßen durchs Wasser und wieder andere machten Fotos.Der Rest staunte über fliegende Fische und andere Kuriositäten am herbstlichen Himmel.Lebensmüde schlichen sich ganz nah an die fliegenden Monster und steckten, ohne Bedenken an das eigene Leben, den Kopf in deren Rachen. Hauptsache festhalten, wie das Ding von innen ausschaut!Nach Kilometern am/im Wasser machen selbst die trainiertesten Füße schlapp und wünschen sich zurück in das Warm ihrer Schuhe.Mann fotografiert zwischenzeitlich weiter.
Zu schön so ein sonniger Tag am Meer!

Bis zum nächsten Jahr Strand, Sonne und Meer! Wir werde dich vermissen!

Freitag, Oktober 28, 2005

Schwing Dein Ding Like Robbie W.!

MC Winkel startet den ["Swing Dein Ding"] Rob-A-Like. Inspiriert von diesem "langen" Video des Superstars, werden hier Epigone gesucht. Für die Damenwelt lohnt sich die Bewerbung um eine Jury-"Mitgliedschaft". Doppeldeutigkeiten fallen hier kaum ins Gewicht! Wenn sich die Männerwelt nicht traut und 333 Euro zusammenkommen, dann schwänzelt der MC allein auf der Bühne herum! Ansonsten ist das Spendengeld als Siegerprämie ausgeschrieben!

Ich bin gespannt!

Icke?

Da sitzt man an einem der wärmsten Oktober-Freitage (22°C) ever in seinem Büro und freut sich über die Sonnenstrahlen, die in den Augen kitzeln und die Buchstaben auf dem Monitor unlesbar machen. Montag war doch irgendwas? Ja, Abgabetermin! Hach ist das Leben schön! Dein Chef ist die ganze Woche auf Dienstreise (oder hat telefoniert) und du sonnst dich hier allein.
Weil die Damen aus dem Sekretariat allesamt krank sind, was für ein Zufall, und der Rest der Mitarbeiter im Urlaub, klingelt alle 10 Minuten dein Telefon. Du musst dich mit den wirklich wichtigen Ähhhs und Mhhhh sowie DingsDa's auseinandersetzen.

Gleich mach ich die Tür von außen zu und dann ab ins sonnige Wochenende!

Stink Bomb

Das Thema stinkt mir einfach gewaltig! Ich weiß mir nicht mehr zu helfen und stelle den Sachverhalt hiermit zur Diskussion!

Einführung
Mein täglicher Arbeitsmorgen gestaltet sich fast immer gleich. Man entwickelt Rituale und spult diese automatisiert ab. Aufstehen, den Flüssig-Tank-Wach-Mach-Automaten anstellen, nochmals hinlegen und Ruhe bewahren. Zweiter Versuch mit Vorbereitungen zum Duschvergnügen. Beim dritten Anlauf zuerst in die Küche und auf den Koffeinschub (auf dem Klo sitzend) warten. Wenn er kommt und seelig die Schüssel runter gegangen ist, sofort unter die Dusche. Dies verlängert den Wacheffekt. Im Minimum sollte er bis zum Arbeitsplatz reichen. Danach die übliche Verdächtigen!


Problemstellung
Ankunft am Arbeitsplatz. Wacheffekt ist verschwunden und Kaffee steht glücklicherweise sofort zur Verfügung. Den ersten Becher am besten gleich vor dem Automaten trinken und sofort nachfüllen! Der Harndrang nimmt jetzt überproportional zum Kaffeekonsum zu. Was bleibt einem anderes übrig, als aufs Klo zu gehen? Tür auf und sofort schießen Tränen in deine Augen, die Kehle schnürt sich zu und dein Magen stellt sich auf eine Schubumkehr ein. Jeden Tag das gleiche Stinkspiel. Irgendjemand, mit einem wirklich sehr seltsamen Fetisch, schließt täglich die Fenster auf dem Herrenklo, setzt seine Marke in die Schüssel, spült ohne jegliche Hingabe, so dass Reste hängen bleiben, und dreht die Heizung auf die höchste Stufe. Ein Klimaforscher? Zum Glück besitzen wir hier ein Pissoir, leider im selben Raum!

Lösungsansatz
Meine Überlegung zur Bekämpfung dieses Umstands manifestierten sich in der Anfertigung eines geeigneten Posters! Wie sollte der Text gestaltet werden? Kurze pregnante Aussage oder lieber eine ausführliche Erklärung mit der Bitte um Unterlassung? Sollten Bilder zur Verdeutlichung meines Leidens verwendet werden?

Für Vorschläge wäre ich wirklich sehr dankbar, da mir das nötige Feingefühl in solchen Angelegenheiten fehlt!

Dienstag, Oktober 25, 2005

Do you remember?

Lang und länger ist es her! Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich von meinen Eltern beim ersten Besuch in West-Berlin meine ersten 100 D-Mark in Händen halten durfte. Oh du meine süße Clara. Wau, toll, ging es mir durch den Kopf. Was werde kann will ich mir nur kaufen?Aus der heutigen Perspektive würde ich das Geld nicht mehr annehmen. Warum soll mir einer einfach so hundert Mark Begrüßungsgeld geben? Und warum Begrüßungsgeld? Musste man den Mann und die Frau aus dem Osten so kaufen? Musste man sie in den Westen locken? Kamen wir uns alle nicht blöd vor? Damals nicht, denn einem gekaufen Gaul, ...!

Ich kaufte mir voller Stolz und mit Gedanken an eine grenzüberschreitende Kommunikation, endlich nach diesem jahrelangen Leben hinter Mauern, über den Gartenzaun hinaus ein WalkiTalki. Leider reichte es nicht bis zum Lars und wir haben auch nur selten, am Anfang natürlich - durch die Neuheit bedingt - häufiger, damit gespielt. Sinnlose Investition, da das Ding vor der Abschreibung total vernachlässigt wurde.

Frau Peggy Meinfelder aus Hildburghausen (Südthüringen) und momentaner wohnhaft in München hat ein tolles Projekt ins Leben gerufen. Was habt ihr mit euren ersten 100 Westmark gemacht?

Nachtrag für Frau Dorie B., geboren in O. wohnhaft in Kiel und alle anderen die Lars nicht kennen:
Lars ist ein Freund, der damals in meiner engsten Nachbarschaft und heute in Berlin wohnt! Lars habe ich auch nicht mit Mars, dem Planeten, verwechselt! Der Mars ist, das war mir auch schon mit 12 Jahren bewusst, selbst für ganz tolle WalkiTalkis einfach zu weit weg!

RS/GR-Fehler

Es kommt öfter zur Sprache,
die Schreibung des Rechts ich habe?
Gefunden oder verloren zur selben Zeit,
wie kann das sein, war es doch der Wein?
Die Matik der Gra kam selten zu Gast,
so entstehen Fehler (viele Fehler) durch Hast!

Nachtrag
Wenn ich denke an meine Hast,
dann baut sich auf die große Last!
"Muss das sein?", werden sich viele Fragen!
Ich mach meine Fehler gern, sie schaffen mir Behagen!

Erwischt

Es musste ja mal soweit kommen und ich stand auf der Liste wohl ganz oben. Jahrelang wurde ich von den im www lesbaren Hiobsbotschaften verschont. Die innerliche Schadensfreude wurde von höherer Stelle beobachtet und jedesmal notiert. Punkt für Punkt! Dich werden wir auch noch bekommen, denn "Rache ist Süß" und "Wer zuletzt lacht, der lacht am besten"! Und so sollte es auch kommen und nun habe ich den Ärger am Hals. Blindäugig habe ich mich von einem verlockenden Angebot blenden lassen (blindäugig blenden lassen, schon klar Nico!) und bei dem vermeindlichen Schnäppchen zugeschlagen. 3.. 2.. 1.. Meins! Bei der Konkurrenz gibt es ja noch richtige Schnäppchen, was man bei eBay nicht mehr sagen kann. Bei einigen Produkten gab es mehr zu verdienen, als ich vor langer Zeit dafür mal bezahlt habe. Eigentlich toll, aber wenn man selbst was ersteigern will, dann kann ich die Preisvorstellungen einiger eBay-aner nicht verstehen. Hauptsache bieten und als Gewinner hervorgehen. Meins und ich habe alle geschlagen! Toll! Aber ich schweife ab.
Das Angebot war wirklich sehr professionell geschrieben, der Preis relativ niedrig und es gab keine Mitbieter. Die wurden anscheinend alle vorher informiert! Den kriegen wir. Startgebot abgegeben, Zuschlag erhalten und auf eine eMail gewartet. Diese kam sofort und mir wurden alle weiteren Schritte erläutert. Sehr professionell, da brauchst du keine Bedenken haben. Also RuckZuck die Kohle überwiesen. Nach einer Woche machte ich mir die ersten Gedanken. Schaute nochmal beim Auktionshaus nach und bemerke die Abmeldung des Anbieters. Mein Magen verkampfte und ich wurde doch etwas unruhig. Also eine Mail geschrieben und da kam auch schon die Antwort: Wir haben Geld erhalten und die Ware ist auf dem Weg...! Na super, Glück gehabt und ich kann weiter über die Betrogenen lachen! Haha, ihr habt ja alle keine Ahnung! Dich haben wir! Nach einer weiteren Woche und dem Nichterscheinen der Ware nochmals den elektronischen Kontaktweg benutzt: ...der hat sich also auch da abgemeldet. So, jetzt war die Gewissheit da und ich meine Kohle erstmal los.
Jetzt zur Polizei und eine Anzeige machen... - Stress, Arbeit und Beamtenmanier! Scheiß Schadensfreude!

Montag, Oktober 24, 2005

MC Winkel in “Owned - die Trilogie"

Wie kommt der Mit-Kieler MC Winkel zum Film? Was plant die Sekretärin des Castingleiters? Bringt sie ihre Freundinnen mit? Kann man mit Schwimmflossen in fremden Gewässern fischen? Wie kommt MC auf die Canaren und was macht er da?

Alle diese Fragen werden in gewohnter Winkel-Manier hier beantwortet!

Sonntag, Oktober 23, 2005

Sonntag-Abend-Problem

Ich liebe es, den Sonntag zu einem Fernsehabend zu erklären. Ganz in Ruhe das Wochenende ausklingen lassen und dazu lecker Erdnüsse. Ohne Erdnüsse kein Sonntagabendfernsehprogramm! Aber da fangen doch schon die Probleme an. Ich mag nur ungesalzene Erdnüsse und das heißt, ich muss mir die Erdnüsse selbst aus der Schale holen. Convenience wird bei ungesalzenen Erdnüssen äußerst klein geschrieben, sehr klein! Also ran an die Schüssel und aufgeknackt die Nüsse. Schwuppdiwupp und schon ist die Erste in den tiefen der Schalenwüste verschwunden.Oder kann sie jemand sehen? Das ist so ähnlich wie die Socken in der Waschmaschine. Dann macht dieses Auseinandergebrösel auch noch Krümel, und ich hasse Krümel auf meinem breiten Fast-Schlaf-Liege-Sofa. Schlimmer als im eigenen Bett geht es nicht, obwohl ich Frühstück im Bett liebe. Aber das Sofa ist ja nicht mein Bett und somit eine andere...! Jedanfalls schaut es nach der Hälfte der abendlichen Fernsehveranstaltung so aus.Da wird doch jeder, der selbst für Ordnung in den eigenen vier Wänden sorgen muss, kirre im Kopf. "Wie bekomme ich die wieder weg? Die haben irgendwie Widerhaken oder kleben die am Stoff?" Aber ich habe ein Schnäppchen beim letzten Staubsaugerkauf, die halten aber auch nicht lange und jedes zweite Jahr muss sowieso ein neuer her, außer man hat einen von Vorwerk oder im Einzelhandel eine Stange Geld ausgegeben, was ich wiederum nicht für ein Gerät will, was mich bei der lästigsten Arbeit im Haushalt begleitet, gemacht und der Hilft mir über diese sonntagabendlichen Krisen des Krümelangriffs hinweg. Danke lieber No-Name-Hersteller, obwohl der große Staubsauger schon nach einem Jahr das Zeitliche segnete! Aber schon dafür hat sich der Kauf doch gelohnt. Bla Bla Bla

Grimm Reloaded

Der Johnny von Spreeblick beschenkt uns mit einer wunderbar skurillen Geschichte über einen Bauern, der auch König war. Er, der Johnny, schickt die drei namentlich bekannten Königssöhne Franz, Hans und Rüdiger (die anderen vier sind auf Klassenfahrt, oder so!) auf den Pferden Samantha (allesamt heißen Samantha) aus, um den Sinn des Lebens zu suchen. Kurz erwähnt sollen hier die Köchen Samantha und die Königin Samantha werden. Whatever, lies einfach selbst!

Eine vierteilige absolut königlich lesenswerte Geschichte.

Donnerstag, Oktober 20, 2005

Homo sexicus

Am Spiegel Nr. 41 2005 zerschellen sich alle Vorstellung über den Sinn meines Liebeslebens. Da titelt Frau von Bredow groß und breit "Wozu Sex?" und ich grübel nun auch noch darüber nach. Sex sei kompliziert (Wem erzählt sie das? Uns Männern?), strapaziös (Der Meinung schließe ich mich nicht an, da es doch die schönste Art von Sport ist.) und unökonomisch. Ausgehend von der ungeschlechtlichen Fortplanzung zieht sie über uns Männer (egal welcher Art und Abstammung) her. Wie gewaltvoll doch Sex in der Natur eigentlich ist: Den Bienen sprengt es den ganzen Unterleib beim Koitus ab. Kommt der Drohn nicht zum Schuß, dann fällt er auf der Stelle tot um. Das Gefühl kommt mir doch sehr bekannt vor. Die Gewalt des Aktes scheint sich allein auf uns Männer als Opfer zu projizieren, na toll!

Dann gibt es so genannte Bananenschecken, bei denen die Weibchen den Männchen so mir nix dir nix beim blasen den Penis abbeißen. Tolle aufbauende Vorstellung. An deren Stelle würde ich aus Erfahrung keine orale Befriedigung mehr zulassen. Dann doch lieber nach Porn bei Google suchen.

Ganz besonders bedrohlich finde ich den Akt der Anglerfische. Der Mann schwimmt entspannt, auf der Suche nach einer sexy Braut, durch die Tiefsee. Wenn er sie gefunden hat, dann geht es richtig ab. Inniglich wird sich an die Dame geheftet und dann verschmelzen die beiden (im warsten Sinne des Wortes) mit einander und verbinden sogar ihre Blutkreisläufe. Un jetzt kommts! Die Frau ernährt den Mann (Das hört sich doch garnicht so schlecht an, denkt ihr bestimmt aber wartet ab.) der ausschließlich nur noch befruchten darf (Auch noch toll!). Die Beiden bleiben ihr ganzes Leben lang zusammen und der Mann trennt sich nicht mehr von der Dame. Kann er auch nicht, da sein gesamter Körper sich bis auf die Hoden zurückentwickelt. Das ist doch was! Nicht mehr denken, nicht mehr mit dem lästigen Essen aufhalten, sondern einfach von morgens bis abends befruchten! Blöd ist nur die Tatsache, dass man von alle dem nichts mehr mitbekommt.

Aber es kommt alles noch besser. Frau von Bredow erläutert die Vor- und Nachteile der zweigeschlechtlichen Fortpflanzung. Sex hält gesund, das Erbgut wird ordentlich durchgeschüttelt und mit Sex lässt sich der bestmögliche Nachwuchs zeugen. Was soll das jetzt? Nichts vom Spass, den Mann und Frau dabei empfinden? Nichts vom kribbeln im Bauch und der guten Zigarette danach? Da fragt man sich, ob sich die gute Frau von Bredow sich nicht mal an die eigene Nase gefasst hat? Vielleicht läuft bei den von Bredows im trauten Heim auch nichts! Wer weiß!

Weiter geht es mit den Negativitäten unserer Fortpflanzung. Sex verwässert die eigenen Gene, da der eigene Nachwuchs die Hälfte von uns (diesem tollen Wesen) mitbekommt. Für die Autorin scheinen die männlichen Gene einen negativen Touch zu haben. Weiter ist Sex für sie ein Überlebensrisiko und last but not least ist Sex zu teuer. Unter bestimmten Umständen kann Sex in meinen Augen auch sehr teuer werden. Dies passiert aber nur, wenn Mann zu häufig ins Bordell geht oder einfach keine Chancen bei den Damen hat und immense Summen für gesponsorte Getränke aller Fasson ausgibt, ohne die Frucht zu ernten. Für Frau von Bredow ist jedoch der volkswirtschaftliche Aspekt weit aus wichtiger, daher auch ihre These des unökonomischen Sex am Anfang. Die Erfindung des Penisträgers kostet der Volkwirtschaft einfach nur Geld und nützt nichts, da die Damen es unter sich auch ohne uns hinbekommen könnten, das mit dem Fortpflanzen.

Nach diesen vielen Schlägen unter die Gürtellinie von uns Männern (Da kann Mann ja nur unfruchtbar werden!) lassen sich aber auch Problemlösungen der besonderen Art erkennen. In den Augen der weiblichen Bevolkerungsschicht sind wir es ja, die Männer, die zur Polygamie neigen. Phaa, falsch gedacht. Es liegt in der Natur der Frau soviele Männer wie möglich zu bekommen. Gene-Shopping wird dies von Wissenschaftlern genannt und es gibt ausreichend Beispiele in Brehms Tierleben. Hindublatthühnchen halten sich einen Männer-Harem und die ziehen auch noch die kleinen Nachkommen auf (Was für Weicheier sind das denn?). Genau diese Vielmännerei der Frauen führt letztendlich zum Wettrüsten der Männer um die Gunst der Frauen. Hauptsache eine abbekommen, egal was es kostet! Da werden sich riesige Kronen aufgesetzt, besonders bunt angezogen und ein schickes Liedchen getrellert. Mich erinnert diese Aufzählung an die Metrosexuellen, die leider keine kurze Modeerscheinung waren. Passende Literatur findet man hier.

Das wichtigste Kriegsgerät ist dabei der Penis (Jäähhhhh, wem soll ich ihn zeigen?). Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Meeresschnecken sind kommen daher als könnten alleine fummeln verbringen ihr Dasein als Zwitter! Wer hätte nicht in einsamer Nacht gern eine Brust zum spielen, die auch immer will, wenn du Lust hast? In der Paarungszeit kämpfen die Zwitterwesen gegeneinander und wer als erster zum Stich kommt, der übernimmt die penislastige Rolle (Eben wir im richtigen Leben! Wer zuerst sticht, kommt zuerst!). Pech nur für die mit den kurzen ..., aber das ist vielleicht ein anderes Thema!

Mittwoch, Oktober 19, 2005

Raus damit

Nach einer sehr schmerzhaften Kritik am gestrigen Nachmittag, schlafloser Nacht und Grübelei beim morgentlichen Kaffee habe ich die Produkttest rausgeschmissen. Tür auf, am Hosenbund gepackt und mit einem saftigen Arschtritt aufgeräumt. Mir haben sie auch nicht mehr gefallen. Interessiert doch keine Sau!

Das nächstemal Doreenie schreib es doch einfach hier rein, wenn dir was nicht passt oder was gefällt. Ebenfalls solltest du in die Tasten hauen,wenn der innere Drang seinen Senf dazu zugeben ansteigt. Was nicht heißen soll, dass ich die persönliche Kommunikation mit dir nicht zu schätzen weiß.

Dienstag, Oktober 18, 2005

Dampf ablassen

Nun startet bei der innitiative Deutschland eine Umfrage zur Stimmung im Land der 30-Millionenverschwender. Thema: Wohin Deutschland?! klingt ja irgendwie danach, dass die Politiker mal auf die Bürger hören swollen [Hustenanfall]. Vielleicht ist das jetzt eine Alternative zur demokratischen Wahlentscheidung!
"Die ist doch langweilig, völlig out! Lass mal was neues tolles aufregendes machen. Wie wäre es mit einer Umfrage in der Bevölkerung? Bei den Wahlen versprechen wir ja immer das Blaue vom Himmel und nach den Wahlentscheidungen der Bürger können wir uns keine Meinung bilden. Die wissen ja das alles nur leere Versprechungen sind."
Ihre Antwort zählt!
Super das meine Antwort zählt, ansonsten wäre es ja verschwendete Zeit dort mitzumachen! Ich habe noch nicht geantwortet, bin aber bestimmt genauso gespannt auf die Fragen (und auch die Ergebnisse, die jeder Teilnehmer hoffentlich zugesandt bekommt), wie auf den ersten realisierten Besuch des Weihnachtsmanns! Hier kann man mitmachen!

Montag, Oktober 17, 2005

Helden meiner Kindheit

Am vergangenen Wochenende habe ich mich in heimatliche Gefilde begeben und wurde in meine Kindheit transferiert. Mein Vater hatte bei Umbauarbeiten an unserem alten Gewächshaus historisches Material entdeckt und präsentierte mir bei meiner Ankunft sofort seinenmeinen Schatz.Hallo Jonny! Willkommen zurück! Im nächsten Moment wollte ich mich sofort auf den Rasen fallen lassen und mit dem kleinem Indianer spielen. Wie ist es doch schön sich im kindlichen Eifer fast alles erlauben zu können und nicht doof angeklotzt zu werden. Heute wäre das was anderes: Ich gehe in den Park um die Ecke, lasse mich auf den Rasen fallen und fange an mit dem kleinen Mohikaner und seiner Feuerbüchse zu spielen. Kämpfe gegen die Besetzer aus dem fernen Land, werde getroffen und taumele getroffen um Hilfe betend umher. Spätestens nach 5 Minuten hätte ich entweder alle Alkoholiker dieser Stadt um mich, die sich mein kleines Schauspiel lallend anschauen und grölend Zugaberufe beisteuern würden (besser als kein Publikum), oder ich wäre gut verpackt in einem Wagen verschwunden. Brauchen Sie Hilfe junger Mann?Sie brauchen Hilfe junger Mann!

Ach es ist schön Kind zu sein.

Konzentration am Montag

Wie Musikstücke in einen bizarren Text passen, dass hat der Mister Lame erneut glänzend in Szene gesetzt.
Ein weiterer Beleg dafür, daß “über Musik zu schreiben, wie zu Architektur zu tanzen ist” (W.S. Burroughs; mit besonderem Dank für den Hinweis an Tanith). Wer die Dinger also lieber hören möchte, sollte die üblichen Verdächtigen ansurfen, oder seine Schritte am 28.10. Richtung Slubice und da ins Copacabana lenken. Die Flyer müssen wir wie immer vor Ort von den Wänden klauen und können die übliche Tanz-Propaganda nur in Rückblicken führen.
Da macht das Lesen doch doppelt soviel Spass. Das Zusammenspiel sollte unalkoholisiert gelesen werden, ansonsten lehne ich jegliche Haftung zum Erlangen von Verständnis ab!

Bastard-Pop-Invasion

Der Johnny von Spreeblick.com hat hier bei Herrn Paulsen ein sehr interessantes Sammelsurium von Bastard-Pop-Stücken entdeckt.

Wer nicht weiß was Bastard-Pop ist, der erfährt eine kleine Einführung beim Herrn Paulsen sein Kiosk. Wer noch mehr über die Entstehung wissen möchte, der möge da mal reinschauen oder einfach nur den links auf den Seiten folgen und die schicken Mixe bestaunen.

Viel Spass! Da dürfte für jeden was dabei sein.

Donnerstag, Oktober 13, 2005

Am Rad der Zeit

Eine Firma namens Microth hat das Rad neue erfunden. Das Rad, mit dem für alle SMS-Junkies die Rettung näher kommt. Nicht mehr pausenlos nerviges tippen auf der normalen Tastatur, sondern am Rad drehen. Schaut für den ersten Moment kompliziert aus, soll es aber nicht sein.Ich kann mir das persönlich schwer vorstellen. Zwar bin ich im höchsten Maße begeistert vom Click Wheel, aber wie soll ich mit diesem Rad schnell Nachrichten schreiben? Schneller als auf einer Handy-Tastatur mit nur einem Rad, für mich unvorstellbar. Wenn ich dazu noch das hin und her auf dem obigen Bild sehe, dann...! Außerdem verschschleißt beim drehen nur ein Finger und beim tippen immerhin zwei, was die Lebensdauer nach Adam Riese verdoppeln müsste.

[via Gizmodo]

Mittwoch, Oktober 12, 2005

Cocktails wie zu Zeiten der Cleopatra

Ich bin neuen Dingen gegenüber aufgeschlossen. Informiere mich darüber, probiere neues gerne schnell aus. Die GefahrDas Neue reizt mich. Da ich in diesem Jahr leider nicht auf der Anuga war, habe ich nach tollen Neuheiten im www gesucht. Ausprobieren muss ich dann zwar wo anders, aber der Wissensdurst ist erstmal gestillt.

Bei Kölner Stadt-Anzeiger entdeckte ich einen Artikel, in dem von einem Wellnessdrink „Pharao“ geschrieben wird. Also weiter nach diesen farbenfrohen tollen neuen Drinks suchen. Bei Vienna Online ist das Zeug schon gar nicht mehr so neu und wurde schon 2004 auf einer Lebensmittelmesse in Paris vorgestellt. Mir doch egal, Hauptsache die brauen das lecker Gesöff nach altem ägyptischen Anleitungen.
"Es handelt sich um ein Getränk, das nach alten Ägyptischen Rezepturen wieder hergestellt wurde [...]."
Das titelte die Vienna Online-Ausgabe und ich dachte mir, das Wässerchen braucht die Welt und wollte noch mehr wissen. Wer stellt es her? Wo komm the fucking old recipe her? Also schnell auf die HP des Herstellers mit dem unaussprechlichen Namen kremezzat. Und was lese ich voller Entsetzen dort? "The ancient Egyptians used the extract of carob pods combined with other natural ingredients as a treatment for digestive tract disorder, as carob continues to be used today." Na toll, die werden also heute schon überall angewendet! Doch nicht so neu! Macht es die Kombination und die ägyptische Braukunst? Liegt das Geheimnis im Wasser aus dem Euphrat oder/und Tigris? Auch falsch gedacht! "Pharaoh's Carob is a sparkling fresh, naturally colored and flavorful drink made from the extract of carob dissolved in pure Alpine water." Toll, Toll, Toll! Da setzen die Bergquellwasser ein und wollen mir das als ägyptisch verkaufen! Vielleicht irre ich auch und vor tausenden von Jahren wurde österreichisches Gletscherschmelzwasser schon anno Tobak zur Herstellung dieses Gebräus eingesetzt!

Trotz dieser Entdeckung, werde ich das bestimmt probieren, wenn ich einen Dealer meines Vertrauens mit dieser Erfrischung im Sortiment finde. Wenn, dann werde ich über die heilenden Wirkungen und spirituellen Erfahrungen berichten!

Montag, Oktober 10, 2005

I am Guilty

Ich kann mich nicht so leicht wie andere aus der Affäre ziehen. Wäre natürlich auch toll! Ich gebe es zu und jetzt darf gelästert, gelacht, gelobt, mit dem finger auf mich gezeigt - whatever - werden.


[via Sprachrestprodukte & Spreeblick]

double speed

Super, einfach toll, der Hit, Wahnsinn! Yahoo hat seine Podcast-Suche heute in der Betaversion rausgeschmissen. Das tollste Feature: Podcast in doppelter Geschwindigkeit. Wer sich für seine Lieblinge keine Zeit mehr nimmt, der sollte es ganz lassen und sie nicht doppelt so schnell hören!

Ich sage meinem...

...Agenten, dass der endlich verkaufen soll. Nach einem minimalen, äußerst risikoreichenarmen Einsatz von Gedankengut, könnte es sich für uns alle lohnen.
"Setz den Typen unter Druck, legt dem die Daumenschrauben an, nimm seinen Laden auseinander, entführe seine Frau... mir egal, nur koch ihn weich, ich will die Kohle!", schreie ich ihn am Telefon an.
"Ja aber Chef, das sind doch nur $1.270,44! Ist das den überhaupt die Mühe wert?", probiert er schlau zu klingen!
"Schnautze du verdammtes Arschloch, oder willst du genauso ein Ende finden wie Rodger W.? Deine vorlaute Art kotzt mich an! Wenn ich sage ich will die Kohle, dann will ich die haben. Und außerdem hat der das doch selber gesagt.

"Also beweg deinen fetten Arsch und mach dem die Hölle heiß! Ich will die Kohle bis heute 20 Uhr. Hier auf meinem Schreibtisch!"

Donnerstag, Oktober 06, 2005

Das warten hat ein Ende

Endlich, schon seit Wochen kann ich nicht mehr schlafen. Ich habe es einfach nicht geschafft in den Supermarkt zu gehen. Ernährung wurde reorganisiert vom Pizzamann und Chinaflitzer. Meine Anspannung wuchs und wuchs. Wird es schon so weit sein? Sind Sie schon da? Kann ich Sie schon haben?

Und ja, heute war ich endlich mal wieder einkaufen. Bereits beim betreten meines Food-Dealers habe ich gerochen das Sie da sind. Und wirklich, vor meinen kindlich leuchtenden Augen baut sich ein riesiges Regal mit den Leckereien auf. Ich bin im Zwiespalt! Soll ich bereits jetzt oder soll ich nicht? Der Gaumen und der Speichelfluss sagt ja! Die Augen funkeln wie Sterne.

Mein Verlangen ist zu groß und ich decke mich bis über beide Ohren mit Lebkuchen ein. Endlich kann ich es genießen! Endlich hat das Leiden des Sommers einen Ausgang. Mein Ernährungsplan stellt sich zur Winterzeit um. Ich lebe nicht mit, sondern von Lebkuchen.

Viele werden verwundert sein, da ihr die Lebkuchen schon lange in den Regalen habt liegen sehen. Ja, muss ich zugeben, aber es war nicht die richtige Marke. Die kommt immer erst vor Weihnachten und das zum Glück Jahr für Jahr früher. Vielleicht kann ich sie bald im Hochsommer erstehen und mit einem leckeren warmen Glühwein oder wahlweise einem Eistee herunterspüelen. Dazu ein Jahreskalender mit kleinen Überraschungen für jeden Tag. Ein Valentinstagsmann, eine Mittsommernachtsfrau und dann noch den Montagsharlekin. Nicht zu vergessen den Sonntagsausdembetthohler und den Semesterstarteinschläfer. Drückt mir die Daumen. Wenn das ein Einkäufer des Handelsunternehmens in meiner Nähe liest, dann BITTE, BITTE erfülle mir den Wunsch. Ich werde dir auch jedes Jahr einen All-Year-Calendar basteln. Nur für dich!

Nun ist es soweit

Da sitze ich ihm gegenüber und er will mich einfach nicht beachten. `Vielleicht sollte ich ihm von meiner Idee berichten`, denke ich und verwerfe diesen Gedanken sofort wieder. Was habe ich schon zu sagen. Vielleicht sollte ich meinen Antennen ausfahren und mit ihm auf einer Welle surfen. Ach nee, lieber nicht..., da denke ich lieber über... weiter nach. Naja, vielleicht sollte ich doch. Ich probiere es mal.

"Sollten wir es probieren? Ich habe die Berichte gelesen und wir stehen recht schlecht gegenüber unseren Mitbewerbern da. Ich mache mir seit Wochen Gedanken über einen Relaunch. Was denkst du?", wahrscheinlich die schlechteste Frage die ich hätte stellen können!
"Ein Relaunch, bist du verrückt? Wir können uns nicht mal mehr einen eigenständigen Productplacemantmanager leisten und du redest von Relaunch." Das sagt der! Wir hocken auf der Kohle und wollen einfach nicht in neuen Gewässern fischen. Angsthasen!
"Ja, aber ich dachte..."
"Du sollst hier nicht denken,", fällt er mir ins Wort, "einen zum denken können wir uns schon lange nicht mehr leisten." Aber wofür hat man mich...?
"Aber einen Brottrunk, der nachgewiesen sehr förderlich für die Gesundheit ist, den muss man und kann man gut verkaufen. Wir können einen schöne Verpackung entwerfen, nicht so eine "Oma und Opa sowie Öko kaufen das ja doch im Weltladen", sondern etwas junges. Wenn die Analysen vom Labor stimmen, und davon gehe ich aus, dann können wir mehr versuchen. Stell dir vor wir geben diesem Brottrunk einen hippen Namen, branden das in der Clubszene und bieten dazu noch Longdrinkrezepte an. Wir könne das schaffen. Die von Bionade, was nun auch nichts tolles ist, haben das ja auch gemacht. Jeder, der irgendwie IN sein will, der trink den Scheiß zum Lunch, weil er dabei gesehen werden will. Vielleicht denken die, das Gegenüber und Rundherum bilden sich ein, dass sie dadurch fruchtbarer sind. Ich weiß es nicht, vielleicht sollten wir die Marktdaten kaufen und analysieren. Wettbewerber, jedoch nicht im Brottrunkbereich, gibt es ja genügend. Menschen achten auf die gesunde Ernährung ihres Gegenüber. Das müssen wir uns zu nutze machen." Brottrunk hört sich zwar blöde an, kann aber - nicht durch den Namen, möchte ich hier betonen - durch seine inneren Werte überzeugen und die wollen wir ja verkaufen.
"Wer soll denn das alles finanzieren? Wir haben zwar die Produktionskapazitäten, aber der Boss will das nicht. Der ist zufrieden und ich auch."
"Die Zukunft, denk doch mal an die Zukunft."
"Scheiß auf die Zukunft. Wir leben im jetzt und so gefällt es mir. Aus und Schluß!!!"

So oder so ähnlich sterben täglich hunderte von jungen Ideen. Entwerder würden wir gern und bekommen nicht die Möglichkeit, da wir selber nicht der Marke oder dem Unternehmen angehören oder wir werden im Keim erstickt. Schöne heile Welt!?!

Mittwoch, Oktober 05, 2005

Nanomanie

Ich denke ja auch darüber nach mir einen kleineren Begleiter zu zulegen, aber 4 oder 6 GB, ist das nicht etwas zu wenig? Für mich selbst nicht, da ich Musik taufrisch aufspiele und meiner Gemütslage anpasse. Glücklicherweise leide ich nicht, wie manch andere, unter starken Persönlichkeitsstörungen, die sich im Ungleichgewicht derselben ausdrücken. Jedenfalls haben es manische Bastler - nach meiner Vermutung - genau auf Musik-Lagen-Stimmungs-Wechsler der übelsten Sorte abgesehen und schlagen das vor. Der einzige Nachteil, außer der Verspottung des Begriffes NANO, ist die Leistungsminderung von 14 Stunden auf ca. 6 Minuten. Dafür hat man aber die große Auswahl.

[via gizmodo]

Wissensdurst



Wie ich blogge?!



Durch Glück heute noch mit Armen und Beinen. Da geht man, den Schweinehund überwunden, zu später Stunde noch joggen und dann fällt dich in den letzten Minuten ein Hund an. Super Gefühl, wenn du nach fast 90 Minuten flotter Bewegung noch einen letzten Sprint einlegen musst, um diesem blöden Bluköter, der nach meinem Empfinden auf Hodenbeißen abgerichtet ist, zu entkommen.
Aber ich konnte die Fragen ja noch beantworten!

[via sprachrestprodukte]

Dienstag, Oktober 04, 2005

East-West-Connection

Ich dachte die Mauer wäre in den Köpfen längst gebrochen. Aber zu früh gefreut und nicht an die "Alterwürdigen" gedacht. In einem unglaublich Gespräch mit einem Bürger aus den neuen Bundesländern wurden mir die Neuigkeiten im Umgang mit der Einigung unterbreitet.
"Die Wessies haben uns doch alle abgezockt und denen geht es nur so gut, weil die Wiedervereinigung war."
Leuchtete mir nicht so ein und deshalb entgegnete ich mit aller Vorsicht: "Naja, aber ihnen ging es doch ohne uns besser und die haben uns doch in aller Hinsicht unterstützt. Auch wenn in meinen ökonomisch geprägten Augen die Einigung viel zu schnell vollzogen wurde, haben wir doch davon profitiert. Vielleicht wäre ohne Wiedervereinigung der soziale Zerfall Deutschlands um Generationen verschoben worden!"
"Ja aber es müsste mehr Geld für die Schaffung von Arbeitsplätzen hier im Osten ausgegeben werde. Die haben doch unsere Betriebe und die darin verwendeten Maschinen verkauft und damit den Rubel in ihre Taschen gespielt. Und nun haben wir hier nichts mehr. Die haben uns verkauft."
"So kannst du es auch nicht sehen. Man hätte unsere Vorteile, die günstigen Arbeitskräfte, ausnutzen sollen und dann hätte es schon anders ausgesehen. Nicht diese Ruck-Zuck-Vereinigung, sondern eine schleichende langsame Annäherung. Dann hätten wir aus eigener Kraft wachsen können. Und woher soll denn das Geld für die Schaffung der Arbeitsplätze in den neuen Bundesländern kommen? Würdest du auf einen Teil deines Einkommens verzichten, um anderen zu helfen?"
"Nein, nein, nein, nicht ich, sondern die sollen bezahlen, nicht ich. Ich habe dafür hart gearbeitet und ich will auf nichts verzichten."
Immer das gleiche. Es soll allen besser gehen, aber bei mir darf sich nichts ändern. Wie zuvor: Alle wollen einen Arbeitsplatz, aber keiner will arbeiten. "Sollten wir nicht da produzieren, wo es auch am günstigsten ist und nicht alles durch Umfinanzierung an der Herz-Lungen-Maschine anschließen? Ist es nicht sinnvoller Geld zukunftsorientiert zu investieren?"
"Nein, wir die müssen für uns zahlen. Die DDR war nicht schlecht", was ich auch nicht in allen Bereichen verneinen kann, "und uns ging es nur so schlecht, da wir in den Warschauer Pakt soviel Geld zahlen mussten."
Das war der Tropfen auf den Heißen Stein. Ich habe resigniert und mich geschlagen gegeben. Jedesmal, wenn ein "Alterwürdiger" einen Disput provoziert, dann probiere ich mich rauszuhalten. Nicht immer gelingt es mir, aber immer wieder stelle ich diese Sturheit in den alten Köpfen fest. Zu verdenken ist es ihnen nicht, aber kann man nicht doch etwas über den eigenen Gartenzaun schauen? Wie lange werden mir solche Menschen noch begegnen? Bitte, bitte nicht mehr zu lang. Den Generationen danacht wünsche ich einfach mehr Weitsichtigkeit und kein Ost-West-Gedanken mehr. Der Kaltekrieg wird heute in den muffigen Wohnzimmern mit Gedanken ausgefochten. Lassen wir es sein!

Montag, Oktober 03, 2005

Hiddensee


Hiddensee
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Urlaub in Stralsund und ein kleiner Ausflug nach Hiddensee! Irgendwie habe ich die stille Vermutung, dass die anders sind!