Mittwoch, September 14, 2005

push the button

Voller Eckel wende ich mich ab. Wieder und wieder tun sie es vor meinen Augen und schauen dabei noch tief in die meinen. Heute, an diesem wunderschönen Morgen, war es besonders schlimm. Locker und entspannt machte ich mich in Richtung der Stätte des Schaffens auf. Bereits das Verlassen der Haustür offenbarte keinen guten Tag. Blicke trafen mich durch den Schutz einer Sonnenbrille, die ich nicht erwidern konnte. Ich hatte meine leider, aber bestimmt durch das trübe Wetter, nicht auf. Langsam verzock mein Gegenüber, ein 35 jähriger Geschäftstyp, seinen Mund zu einem breiten Grinsen und dann, dann passierte es. Seine Hand fährt lässig aus der Hosentasche in Hüfthöhe. Im gleichem Moment in dem seine Augen durch die Sonnenbrille aufblitzen, blitzen die Blinker seines Wagens auf. Oh Wahrhaftiger, er hat sein Auto abgeschlossen. Er hat es gewagt und fühlte dabei die ganze Lust am eigenen Sein am Schlüssel seines Wagens. -> Toller Typ!
Und das war nur der Anfang des Weges zur Arbeit. Am heutigen Tage haben mich 5 Paar Augen (mit oder ohne Sonnenbrille) angeblitzt. Eigentlich passt dieses Verhalten eher zu Männern, aber auch Frauen wurden davon gefesselt. Sie drücken genau den "BUTTON", wenn ihr Wagen, sie und der "Gegener" (in diesem Fall ich) eine gemeinsame Linie bilden. Warum, keine Ahnung! So werde ich mir aber auch noch darüber Gedanken machen müssen.

Ich kann mir nicht helfen, aber ein neues Virus greift um sich. Nicht das man seinen Wagen, trotz einer Fernbedienung, mit einem normalen Blick ab-/aufschließen könnte..., nein, da muss die eigene Sexualität angespriesen werden und wächt proportional zur Anzahl des Aufflackerns der Lichter bzw. überproportional mit dem Piepsen beim locking. Götterdämmerung am Schlüsselbund/-band.