Sonntag, September 25, 2005

The little Island

Der nächste und vorletzte Tag auf der Insel. Erstmal wird man wach, wie verwunderlich, und hat einen doch nicht unbedeutenden Kopf. Den ganzen Tag dieses Ding rumtragen? Warum eigentlich nicht. Wer sich eine Last auflegt, der sollte sie auch tragen. Also raus aus den Betten und ab auf kleine Schiffchen, um auf die sogenannte Düne zu kommen. Vorher noch etwas festes Nahrung aufnehmen und los gehts.

Nach der Fahrt, die an den Vorabend erinnerte, steht man auf dieser Eiland. Was macht man da? Natürlich einmal rum! Auf die Plätze, fertig, LOS. Da spaziert man so um die Insel rum und hat das Gefühl total frei zu sein. Der Ruhrpottkollege konnte endlich seine Staublunge auswerfen, die Herzendame sich ihrer Leidenschaft - dem Steinesammeln - widmen und ich durfte diese tragen und den Wind um meine Nase genießen.

Fast umrundet entdeckt man Robben. Ja Robben, die am Stand liegen und in der Sonne chillen. Die aufgeregten Touristen, zu denen wir auch zählen, umsäumen die Robben und man hört von fern und nah: "Och wie süß sind die denn!". Abenteurer trauen sich bis auf wenige Meter an sie heran und schießen unglaublich tolle Fotos. Vielleicht sollte ich die ganze Mannschaft unter Vetrag nehmen. Damit lässt sich ordentlich Geld verdienen. Jeder Schuß 10 Cent!

Ruhe finden und Zeitung lesen, Peters Bestimmung. Ich hingegen auf der Suche nach ominösen Steinen. Nach langer Abwesenheit, Peter am Strand (wirkte so chillig wie eine Robbe) wiedergefunden. Bericht: "Eine Frau wollte in der Zwischenzeit Kopfball mit einem landenden Flugzeug spielen." Die Landebahn des kleinen Flughafens liegt genau mittig auf der kleinen Insel und ist nur durch eine Fußgängerampel gesichert. "Flugzeug im Landeanflug, Frau bemerkt dies nicht, Pilot wird unruhig und schwenkt aufgeregt hin und her. Frau hechtet in den Sand und überlebt. Schlagzeilen für die Bildzeitung!"

Dann mit schweren Steinen bestückt den Rückseeweg angetreten. Gut gelandet und die Shoppingseele beruhigt: Alkohol, Parfüm, Sweeties! Dann nochmal um die Insel, ein weiteres Mal noch am nächsten Tag, da sich die Abfahrt (16 Uhr) hingezogen hat, und zum Abschluss lecker Knieper (Scheren von einem Krebs) gegessen und dann den Eiweißschock genossen. Zum Ausklang alles mit viel Alkohol runtergespült und traumhaft eingeschlafen.

Helgoland ist nochmals eine Fahrt wert!